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  • ROMAN SAXER

EINWEIHUNG ALTERSHOSPIZ


Am 28. Februar durften wir die offizielle Fertigstellung unseres Altershospiz in Mindat feiern. Das Haus steht versteckt von der dörflichen Hektik an einem wunderschönen, leicht abfallenden Berghain. Die Spitalbetten aus dem Zentrum für Pflege und Betreuung Reusspark haben den langen Weg aus dem Aargau nach Mindat wohlbehalten erreicht. Wir werden sie noch den lokalen Bedürfnissen anpassen lassen – die Schwestern möchten einen zusätzliche Seitenschutz. Die Bewohner schliefen bisher auf einer Matte am Boden. Die Rollstühle sind in Pakkoku – ca. auf halbem Weg zwischen Yangon und Mindat – angekommen. In der Hektik vor der Eröffnungsfeier wurden sie dort aber nicht gleich weitergeleitet. Sie werden jetzt noch diese Woche aus der Trockenzone der Magwe Divison in die kühlere Bergwelt Mindats geschickt.

Das vom örtlichen Komitee organisierte Fest war ein einmaliges Erlebnis. Die ganze Gemeinde war seit vielen Tagen am Organisieren, Reinigen und Vorbereiten. Die schönsten traditionellen Kleider, Kostüme und Gewänder wurden getragen. Es gab archaische Tänze und Lieder aus der ganz eigenen, uralten Kultur der Chin. Diese Rituale sind immer noch sehr lebendig und werden von den Chin gelebt und gepflegt. Sie gehören zum Alltag. Als dann zu Ehren unseres grossen Ereignisses ein Gaur-Rind geschlachtet wurde, zogen sich die meisten westlichen Gäste ins festlich geschmückte Hospiz zurück, wo sie mit den besten lokalen Köstlichkeiten verkostet wurden. Das ganze Dorf, jede Familie brachte sich ein. Es wurde für weit über 400 Leute gekocht. Jeder Haushalt brachte das Beste von den eigenen Höfen und Gärten mit. Es war ein wunderbares exotisches Essen.

Neben regionalen und örtlichen Persönlichkeiten aus Politik und Kirche wurde die offizielle Schweiz an der Eröffnungsfeier durch den Schweizer Botschafter in Myanmar, Paul Seger, vertreten. Es war für unseren kleinen Vereinlife eine ganz grosse Ehre, diese Anerkennung unseres Einsatzes zu erfahren.

Momentan werden jetzt die Feinabstimmungen und letzten nötigen baulichen Arbeiten ausgeführt. Wir entschieden uns, dass in den beiden Schlafräumen ein Holzboden eingelegt wird. Die Arbeit wird durch lokale Arbeiter ausgeführt. Die Korridore sowie die Küche, Toiletten und Duschräume werden alle zusätzlich noch gekachelt. In der jetzigen Trockenzeit hat sich gezeigt, dass sich der rote Staub in den Sichtbeton einnistet und es fast unmöglich ist, diesen zu reinigen. Es müssen auch noch ein paar Fenster ausgewechselt werden, welche Baumängel aufweisen.


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